Therapie gegen Haarausfall bei Frauen

Problem des Haarausfalls bei Frauen
Während bei Männern der Haarausfall in der Gesellschaft als normal akzeptiert wird, können Frauen bei Haarausfall verstärkt an Selbstwert-Problemen leiden.
Wer bis 100 Haare pro Tag verliert, bewegt sich noch im Rahmen des Normalen. Diese Menge fällt bei der natürlichen Regeneration der Haare an und wird bald durch neue ersetzt.
Unser Haar gehorcht einer immer wiederkehrenden rhythmischen Abfolge in drei Phasen. Die Wachstumsphase dauert 2 bis 6 Jahre, dann folgt eine Übergangsphase von ein bis drei Wochen bis es schließlich in der Abschlussphase zum Ausfallen der Haare kommt. Deshalb befinden sich bei den vielen Hunderttausenden von Haaren immer eine bestimmte Anzahl in der gleichen Phase, so dass die Haardichte in der Regel gleich bleibt.
Erst wenn täglich mehr als 80 bis 100 Haare verloren gehen, kann eine Therapie angezeigt sein.

Arten des Haarausfalls
Hormonell erblicher Haarausfall: Er ist die häufigste Form. Dabei führt eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das Geschlechtshormon Testosteron zum frühzeitigen Haarausfall.

Kreisrunder Haarausfall: Sie ist die zweithäufigste Form des Haarausfalls. Es bilden sich plötzlich an mehreren Stellen des Kopfes kreisrunde kahle Flecke. Die Ursache liegt entweder in einer Störung des Immunsystems oder einer psychischen Erkrankung.

Diffuser Haarausfall: Der Haarausfall ist hier nicht auf einen bestimmten Kopfteil beschränkt, sondern das Haar dünnt insgesamt aus. Die Ursachen können Stress sein, Mangelerscheinungen durch ungenügende Magen-Darmtrakt-Aufnahme, Fehlernährung, Alter, Hormonumstellung nach der Geburt, Absetzen der Pille oder die Wechseljahre.

Die Diagnose: Bei einem Haarverlust von mehr als täglich 100 Haaren sollte in jedem Fall eine Abklärung der Ursache erfolgen. Für den Nachweis von Hormonverschiebungen, Mangelzuständen an Mineralstoffen und Vitaminen sowie sehr selten einer Schwermetallbelastung werden Laboranalysen von Blut und Urin durchgeführt.

Haarkalender: Bei Verdacht auf übermäßigen Haarausfall tragen Sie in die untere Tabelle über 10 Haar-Sammel-Tage hinweg ein, wie viele Haare Sie täglich auf Kleidung, in Kamm und Bürste, im Waschbecken oder auf dem Kopfkissen etc. finden. Zusätzlich tragen Sie ein, an welchen Tagen Sie sich die Haare gewaschen haben und bringen den ausgefüllten Kalender mit in die Praxis.

Die Therapie
Eine Beratung, eine Untersuchung von Haar und Kopfhaut leiten die Behandlung ein. Dann folgen Urinanalyse, Blutabnahme und Blutanalyse, eventuell eine Haarwurzeluntersuchung, Ergebnisbesprechung der Laborbefunde und die Aufstellung der therapeutischen Maßnahmen.
Die Behandlung des Haarausfalls richtet sich nach den verschiedenen Ursachen, die zu dieser Erkrankung führten. Bei einem hormonell bedingten Haarausfall führt die Gabe spezieller Hormonpräparate zum Erfolg. Bei den verschiedenen Mangelzuständen wird der Mangel durch Gabe von Ergänzungsmitteln (z.B. Vitamine, Mineralien) ausgeglichen. Bei den sehr seltenen Schwermetallbelastungen müssen die Ursachen dafür erkannt, ausgeschaltet und Schwermetalle eventuell ausgeschwemmt werden.

Die Behandlung des Haarausfalls muss immer langfristig erfolgen bevor ein deutlicher Effekt erkennbar wird. Dieser ist frühestens nach 2 bis 3 Monaten zu erwarten. Die Kosten für Labor, ärztliche Leistung und Medikamente werden nicht von der Krankenkasse übernommen, da sie nicht zur absolut notwendigen Grundversorgung gehören. Sie werden nach der gesetzlichen Gebührenordnung für Ärzte privat berechnet.
Gesundes Haar schafft mehr Selbstbewußtsein, Wohlbefinden und damit Lebensqualität.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.


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