Lymphödem-Therapie bei Lymphödemen nach Brustoperationen

Wenn sich ein Lymphödem entwickelt hat, sollte möglichst schnell mit der Behandlung begonnen werden, damit es nicht zu einer Sklerosierung der betroffenen Haut- und Unterpartien kommt. In diesem Stadium ist die Gewebeveränderung dann nicht mehr rückgängig zu machen. Außerdem können Komplikationen wie Erysipel oder Lymphzysten auftreten.

Komplementärmedizinische Behandlung
In der schulmedizinischen Onkologie ist das Ziel die Entfernung bzw. Verkleinerung der Tumormasse mittels Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie und Hormontherapie. Massive Nebenwirkungen lassen sich kaum vermeiden. Die Kombination der Behandlungsmethoden mit ergänzenden Therapiemaßnahmen kann die Nebenwirkungen lindern und wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Die Bandbreite der komplementären Krebstherapie reicht von Immuntherapie über orthomolekulare Therapie (z.B. Hochdosis-Vitamin C-Infusionen) bis hin zur psychotherapeutischen Betreuung. Das vorrangige Ziel der komplementären Therapiestrategie war bisher vor allem die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten. Seit einiger Zeit wird diesen Behandlungsmethoden auch eine Rezidiv- und Metastasenprophylaxe zugesprochen, da zahlreiche Untersuchungsergebnisse den Kontroll- und Abwehrmechanismen des Immunsystems die entscheidende Bedeutung bei der Tumorgenese einräumen. Dies zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Immunparameter ein Rezidiv oft wesentlich früher ankündigen als Tumormarker.
Gestützt auf klinische Langzeituntersuchungen kann man heute sagen, dass Krebspatienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium eine höhere Lebenserwartung und eine bessere Lebensqualität haben, wenn sie komplementärmedizinisch behandelt werden.



Die Therapie
Die Therapie besteht aus vier Teilen: Lymphdrainage, Kompressionstherapie, Krankengymnastik und medikamentöse Therapie.
Die medikamentöse Therapie mit pflanzlichen und/oder homöopathischen Arzneimitteln wird jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet. Deshalb bieten wir Ihnen diese auf privatärztlicher Basis an.

Mit der gleichzeitigen Verordnung dieser Arzneimittel kann eine zusätzliche Anregung des Lymphabflusses und eine Stimulierung des Immunsystems erreicht werden. Wie Fallbeispiele belegen, können sich mit den Arzneimittelgaben und einer manuellen Lymphdrainage rezidivierend stark auftretende Lymphstaus im Hals-, Brust- und Axillärbereich vollständig zurückbilden.

Eine Beratung, eine kleine Untersuchung leiten die medikamentöse Lymphödem-Therapie in unserer Praxis ein. Dann folgen in 12 Sitzungen 3 x wöchentlich die Injektionen von Medikamenten. Parallel dazu sollten 3 x täglich Medikamenten-Tropfen eingenommen werden. 2 x tägliches Einreiben der betroffenen Hautpartie und Lymphabflussgebiete ergänzen die Therapie.

Gute Erfahrungen wurden gemacht, wenn von Zeit zu Zeit gegen die Überlastung des Lymphsystems und die begleitenden Infektallergien Hochdosis-Vitamin C-Infusionen gegeben wurden. Fragen Sie uns danach.

Ihr Wohlbefinden und damit Ihre Lebensqualität erfährt eine spürbare Steigerung. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.