Akupunktur-Therapie

Was ist Akupunktur?
Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch harmlose Einstiche mit speziellen hauchfeinen Akupunkturnadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden.
Diese Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. In ihnen kreist nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit.
Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, wird verständlich, dass auch z.B. fern vom Ort eines Schmerzgeschehens gelegene Akupunkturpunkte in der Behandlung eine Rolle spielen können. Denn häufig muss der Arzt energetisch den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren, und nicht nur eine Stelle, um wirkungsvoll eine Krankheit zu bekämpfen.

Manche Menschen erschrecken bei dem Gedanken, dass Nadeln in ihre Haut eingestochen werden sollen. üblicherweise verwenden wir aber sehr feine Nadeln, daher ist eine Akupunkturbehandlung gut zu ertragen. Auch Kinder ab ca. 8 Jahren können deshalb mit Akupunktur recht gut behandelt werden.

Für welche Krankheiten wird Akupunktur sogar von der Weltgesundheitsorganisation in Genf empfohlen?
Erfreulicherweise hilft Akupunktur gerade bei den häufigsten Erkrankungen (z.B. chronischen Erkrankungen) und wird beispielsweise von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen bei:
• Kopfschmerzen und Migräne
• Akuter Bronchitis und Bronchial-Asthma
• Kreuzschmerzen und Ischialgien
• Trigeminus-Neuralgie
• Schulter-Arm-Syndrom
• Tennisellenbogen
• Verstopfung, aber auch Durchfall
• Osteoarthritis
• Gesichtslähmung im Frühstadium
• Allgemeinen Erkältungskrankheiten
• Peripheren Neuropathien
• Akuter Nebenhöhlenentzündung

Nach allgemeinen Erfahrungen kann man mit gutem Erfolg die Akupunktur auch einsetzen bei:
• Allergie
• Raucherentwöhnung
• Abwehrschwäche, besonders bei Kindern
• Hormonelle Störungen bei Frauen
• Schlafstörungen
• Übergewicht


Die Erfolgsaussichten
Wir können die Erfolgsaussichten in der Regel nicht nach einer telefonischen oder schriftlichen Voranfrage beurteilen, sondern wir müssen erst eine genaue spezielle Untersuchung (Diagnostik mit Hilfe von Methoden der Akupunktur) durchführen.
Manche Kranke empfinden nach der Akupunktur sofort Erleichterung, andere brauchen Tage dazu. Es gibt Patienten, die bemerken so etwas wie eine schwebende Leichtigkeit nach einer Behandlung, und fast alle fühlen sich danach sehr entspannt. Üblicherweise benötigt man etwa vier bis fünf Behandlungen im Abstand von einer Woche, bevor eine Besserung eintritt. Normalerweise empfehlen wir 10 Sitzungen, je nach Beschwerdebild und Wirkung auch mehr. Akupunktur ist eine sehr wirkungsvolle Behandlungsform, die, wenn sie von geschulten Ärzten durchgeführt wird, so gut wie keine Risiken und Nebenwirkungen hat.
Eine Studie der Innungskrankenkassen belegt die Erfolge von Akupunktur.
Bei 85% der Akupunkturpatienten wurden die Beschwerden gelindert.
Fast 85% der Akupunkturpatienten geben an, dass sich ihre Beschwerden mit der Therapie verbessert haben.
Fast alle von ihnen litten unter chronischen Erkrankungen, am häufigsten unter Rückenschmerzen (41%), Kopfschmerzen (10%) und Atemwegserkrankungen (14%). Im Durchschnitt waren die Patienten bereits sieben Jahre krank, als sie mit der Akupunkturbehandlung begannen. Dies ergab die Auswertung einer Langzeit-Studie der Universität Freiburg bei mehr als 1.000 Patienten mit durchschnittlich je 11 Akupunktursitzungen.
Es sind nicht nur die Beschwerden, die durch Akupunktur gebessert werden. Eine Befragung zur Lebensqualität im Anschluss an die Therapie ergab, dass sich die Patienten deutlich besser als vorher fühlten. Sie waren in besserer psychischer Verfassung und vitaler als vorher, hatten mehr soziale Kontakte und fühlten sich insgesamt gesünder.